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Biomedizin-Förderpreis in Dortmund verliehen: Von der Krebsforschung zur Augenheilkunde

In den vergangenen 100 Jahren hat die biomedizinische Forschung wesentlich dazu beigetragen, Lebenserwartung und Lebensqualität zu steigern. Dabei spielt der Forschungsstandort Dortmund mit der TU Dortmund, den außeruniversitären Forschungseinrichtungen und den Kliniken eine zunehmend wichtige Rolle. „Um Dortmunder Innovationen aus der Biomedizin sichtbar zu machen, vergeben wir jährlich den Biomedizin-Förderpreis“, erklärt Jan Hengstler, Institutsleiter am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung (IfADo) und Vorsitzender des Fördervereins (Bild 1.v.r.).

Einsicht in die Leber: Der erste Preisträger Nachiket Vartak (Bild links) entwickelt am IfADo Techniken, um Vorgänge in der Leber besser zu verstehen – beispielsweise bei einer Gallenstauung. In Folge der Krankheit verändern sich die Gallengänge. Bisher wird dieser Prozess als schädlich angesehen. Vartak konnte jedoch die winzigen Gefäße dreidimensional untersuchen und zeigen, dass sich die Zellen an die neue Situation anpassen, um Schaden durch die gestaute Galle zu vermeiden.

Augenkrankheiten korrigieren: Der zweite Biomedizin-Förderpreis geht an die Klinik für Augenheilkunde am St. Johannes Hospital. Das Team um Chefarzt Markus Kohlhaas (2.v.l.) hat die Behandlungsmethode der Hornhautvernetzung zur klinischen Anwendung gebracht. Davon profitieren Patienten mit einer verkrümmten Hornhaut. Diese Erkrankung kann u.a. das Sehvermögen beeinträchtigen. Mittels einer Nährstofflösung und UVA-Licht wird das Hornhautgewebe aber wieder stabilisiert.

Wirkstoffe gegen Lungenkrebs: Die Hemmung eines speziellen Membranproteins, welches das Tumorwachstum befördert, erforscht der dritte Biomedizin-Preisträger Julian Engel (Bild mittig) von der Fakultät für Chemie und Biochemie der TU Dortmund. Im Rahmen seiner Doktorarbeit hat er eine neue Generation von Hemmstoffen gegen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs erforscht, welche auch auf bislang resistente Mutationen im Protein wirken.

Der Muskel auf atomarer Ebene: Julian von der Ecken (2.v.r.) ist der vierte Preisträger. Dem Doktorand am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie ist es gelungen, die ersten atomaren Strukturen der zwei zentralen Proteine des menschlichen Muskels aufzuklären. Mit diesem Grundlagenwissen könnten in Zukunft beispielsweise Erkrankungen des Herzmuskels gezielt bekämpft werden.

Lesen Sie die vollständige Meldung auf den Seiten des Leibniz-Institut für Arbeitsforschung (IfADo) hier...
 

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